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11. September 2026

Erweiterung Grundschule Otzenrath in Hybridbauweise

Die Stadt Jüchen hat im Rahmen des Ausbaus der Offenen Ganztagesschulen am Standort Jüchen-Otzenrath eine Mensa sowie einen 3-geschossigen Erweiterungsneubau errichtet. Die Abmessungen des Erweiterungsneubaus betragen ca. 34,50 m × 10,50 m × 10,40 m, die der Mensa 17,20 m × 11,90 m × 4,50 m. Für den Erweiterungsneubau sowie die Mensa sind aus Gründen der CO₂-Einsparungen eine Hybridbauweise aus Holz und Beton gewählt worden.

Der zentrale Erschließungskern des dreigeschossigen Erweiterungsbaus (L x B= 7,20m x 10,5m) wurde mit Treppen und Aufzug als Betonkonstruktion konzipiert. Daran angeschlossen wurden beidseitig Baukörper mit Längen von 12,00 m und 15,30 m. Die Baukörper wurden mit schubweichen Decken aus Brettsperrholzdecken sowie aus Holztafel- und Brettsperrholzelementen errichtet.

Da der Standort in relevanten Erdbebenzone liegt, war die Ermittlung der Erbebenersatzkräfte unter Berücksichtigung der Eigenfrequenzen des Gebäudes erforderlich. Insbesondere die Berechnung der Eigenfrequenzen unter Berücksichtigung aller Nachgiebigkeiten der Holztafelwände sowie Schubsteifigkeiten der miteinander verbundenen Brettsperrholzelemente war eine ingenieurtechnische anspruchsvolle Aufgabe.

Neben der Bemessung der Gebäude im Erdbebenbemessungsfall, war ebenso das Schwingungsverhalten der Brettsperrholzdecken im Rahmen der Gebrauchstauglichkeitsnachweise Gegenstand der statischen Berechnung. Hierbei wurden jeweils die 1. Eigenfrequenzen der weitegespannten Deckenfelder (ca. 10 m x 7,75 m) berechnet und Schwingungsnachweise der Decken anhand des Prüfschema nach Winter/Richter/Hamm unter Ansatz von definierten Dämpfungen und ausreichender Ballastierung der Decken geführt.

Die Nachweise des konstruktiven Brandschutzes wurde gemäß DIN 4102 sowie der Musterholzbaurichtlinie geführt. Insbesondere für die Brettsperrholzdecken (d=28 cm), deren Holzoberflächen sichtbar bleiben sollten, war eine Heißbemessung erforderlich.

Im Rahmen der bauphysikalischen Planung haben wir die Leistungen des Wärmeschutzes gemäß GEG als öffentlich-rechtlichen Nachweis erbracht. Hierzu wurden der Erweiterungsneubau gemäß DIN 18599 als Mehrzonenmodelle bilanziert. Die Mensa wurde an die bestehende Gebäudetechnik angeschlossen. Entsprechend wurde hier der Wärmeschutznachweis als Bauteilnachweis geführt. Den Abschluss der bauphysikalischen Planung bildeten die öffentlich-rechtlichen Schallschutznachweis auf Grundlage der DIN 4109 unter Berücksichtigung aller Nebenwegsübertragungen sowie die bauakustische Auslegung der Unterrichtsräume, des Lehrzimmers sowie der Mensa. Diese Nachweise der Bauakustik wurden unter Berücksichtigung der DIN 18041 durch Einhaltung der Nachhallzeiten geführt.

Die integrale Planung mithilfe der Dlubal Software und der BIM Planungsmethode in unserem Haus sowie mit dem externen Zimmereibetrieb hat wesentlich zum Erfolg diese Vorzeigeprojekts für die Stadt Jüchen und uns geführt

Ort Jahnstraße 15, 41363 
Jüchen-Otzenrath
Deutschland
Bauherr
Architekt & Tragwerkspanung


Projektspezifikationen

Modelldaten

Anzahl Knoten 613
Anzahl Linien 881
Anzahl Stäbe 99
Anzahl Flächen 181
Anzahl Volumenkörper 0
Anzahl Lastfälle 21
Anzahl Lastkombinationen 1328
Anzahl Ergebniskombinationen 0
Gesamtgewicht 767.924 t
Abmessungen (metrisch) 10.030 x 11.870 x 33.930 m
Abmessungen (imperial) 32.91 x 38.94 x 111.32 feet

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