Eine detaillierte Darstellung einer Stahlfaserbeton-Bodenplatte, die ihre strukturellen Komponenten und Anordnung in einer Fallstudienumgebung zeigt.
Erfolgsgeschichten

400 Meter Vertrauen: Stahlfaserbeton-Bemessung mit RFEM 6

Kombinationsbewehrung in Stahlfaserbeton-Bodenplatten modellieren

Industrielle Gründungsplatten aus Stahlfaserbeton, kombiniert mit Bewehrungsstahl, stellen eine besondere konstruktive Herausforderung dar: Das Tragverhalten ergibt sich aus dem Zusammenwirken von Beton, Stahlfasern und konventioneller Stahlbewehrung, das durch nichtlineare Materialgesetze beschrieben wird. Ältere Softwarelösungen konnten dieses Verbundverhalten nicht in einem einzigen Modell abbilden. Bei Projekten wie einer 400 Meter langen Batteriezellenfabrik erforderte die enorme Ausdehnung des Bauwerks — mit variierenden Lasten und hochbeanspruchten Bereichen über die gesamte Länge — einen Modellierungsansatz, der sowohl Setzungsdifferenzen als auch nichtlineare Verformungsreaktionen präzise nachweisbar macht. Eigene Excel-Berechnungen konnten dabei nur einen Teil der erforderlichen Nachweise abdecken, sodass eine leistungsfähige FE-Lösung unerlässlich war.

Nichtlinearer RFEM-6-Workflow für Stahlfaserbeton und Boden-Bauwerk-Interaktion

RFEM 6 bietet dem Ingenieurbüro Müller & Lobisch die Möglichkeit, Stahlfaserbeton-Bodenplatten vollständig in einer einzigen FE-Umgebung zu modellieren. Frank Lobisch definiert benutzerdefinierte Spannungs-Dehnungs-Diagramme für Stahlfaserbeton und Normalbeton direkt in RFEM 6 — einschließlich des abfallenden Astes der Materialkurve, den er in enger Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsteam von Dlubal in die Software eingebracht hat. Das nichtlineare Materialmodell für Stahlfaserbeton wird nahtlos mit nichtlinearen Bodenmodellen verknüpft, wodurch ein erweiterter Nachweisspielraum für die maßgebenden Grenzzustände entsteht. Der Großteil der erforderlichen Bemessungsnachweise wird in RFEM 6 geführt; ergänzende Nachweise erfolgen bei Bedarf über eigene Excel-Berechnungen.

Vorteile durch den Einsatz von Dlubal Software

  • Kombinationsbewehrung in einem Modell — RFEM 6 verknüpft nichtlineare Materialmodelle für Stahlfaserbeton mit konventioneller Stabstahlbewehrung in einer einzigen Umgebung und ermöglicht so eine präzise Verbundbemessung.
  • Maximale Modellierungsfreiheit — von Einzelverbindungen bis zu 400 Meter langen Industriebodenplatten bildet RFEM 6 jeden Maßstab konsistent und durchgängig ab.
  • Nichtlineare Boden-Bauwerk-Interaktion — die direkte Kopplung nichtlinearer Materialmodelle mit nichtlinearen Bodenmodellen erschließt neue Möglichkeiten für Gründungsnachweise und Setzungsanalysen.
  • Effizienter Nachweisworkflow — der überwiegende Teil der erforderlichen Tragwerksnachweise wird in RFEM 6 geführt, was den manuellen Aufwand reduziert und konsistente, nachvollziehbare Berechnungen sicherstellt.

Gründungsbemessung einer 400 Meter langen Batteriezellenfabrik mit RFEM 6

Die Bemessung der Bodenplatte einer Batteriezellenfabrik mit einer Gesamtlänge von über 400 Metern gehörte zu den anspruchsvollsten Modellierungsaufgaben, die das Ingenieurbüro Müller & Lobisch bislang bewältigt hat. Die enorme Länge des Bauwerks erforderte ein gezielt reduziertes Modell, das dennoch die unterschiedlichen Lastverteilungen und hochbeanspruchten Bereiche entlang der gesamten Gebäudeachse erfassen musste. Setzungsdifferenzen in der Platte waren präzise nachzuweisen, da Abweichungen sowohl die Tragwerksintegrität als auch die Betriebsanforderungen der Fertigungsanlage beeinflussen konnten.

RFEM 6 war für dieses Projekt unersetzlich. Die Kombination aus Präzision und Flexibilität ermöglichte es, die maßgebenden Bereiche der großformatigen Bodenplatte zu modellieren, Schnittgrößen aus den relevanten Zonen zu extrahieren und sämtliche Nachweise innerhalb derselben FE-Umgebung zu führen. Die Möglichkeit, nichtlineare Bodenmodelle mit dem nichtlinearen Materialverhalten der Stahlfaserbeton-Bodenplatte zu kombinieren, gab Frank Lobisch die Sicherheit, dass die berechneten Ergebnisse belastbar und in der Tragwerksplanung vollständig begründbar sind.

Spannungs-Dehnungs-Modellierung von Stahlfaserbeton in RFEM 6

Eine der zentralen Funktionen, auf die Frank Lobisch in RFEM 6 setzt, ist die freie Definition von Spannungs-Dehnungs-Linien für Stahlfaserbeton. Dieser Detaillierungsgrad im Materialmodell ist für die präzise Nachweisführung im Gebrauchstauglichkeits- und Grenztragfähigkeitszustand von Industriebodenplatten entscheidend, da der Beitrag der Faserbewehrung zur Restzugfestigkeit korrekt erfasst werden muss.

Frank Lobischs Beitrag geht weit über die reine Anwendung der Software hinaus: Er arbeitet aktiv mit dem Entwicklungsteam von Dlubal zusammen und hat maßgeblich zur Einführung der abfallenden Spannungs-Dehnungs-Linie für Stahlfaserbeton in RFEM beigetragen. Diese langjährige Partnerschaft zwischen Anwender und Entwickler ermöglicht es ihm, die Softwareentwicklung auf Basis realer Projekterfahrungen mitzugestalten und von Verbesserungen zu profitieren, die unmittelbar aus seiner eigenen Ingenieurpraxis entstammen.