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3. September 2026

Heißes Pflaster: Wie bauen wir hitzefest?

Nach einem Rekordsommer in Mitteleuropa stehen wir vor der Frage: Wie kühlen wir unsere Städte? Wie machen wir das Wohnen in solchen Zeiten erträglich und warum sind wir in der Baubranche so sehr auf Heizeffizienz, weniger auf das Kühlhalten unserer Gebäude fokussiert? Wir werfen einen Blick auf die Auswirkungen von Hitzewellen auf unsere Baubranche!

Jahrhundertsommer, Rekordtemperaturen, schwüle Nächte und unerträgliche Hitze über Wochen hinweg: Über den diesjährigen Sommer gab es viele Kommentare aus unterschiedlichen Branchen. Fakt ist: Es war heiß, viel zu heiß. Aber anstatt sich über diese Hitze zu beschweren, gilt es jetzt, mit möglichst kühlem Kopf Lösungen zu finden.

Wie können wir die Erfahrungen aus diesem Jahr nutzen, um nächstes Jahr besser durch die nächste Hitzewelle zu kommen? Und wie geht man in anderen Ländern damit um? In diesem Beitrag wagen wir uns aufs richtig heiße Pflaster und gehen Fragen nach, die man sich früher nie gestellt hat: Warum bauen wir nur für kalte Winter und nicht endlich auch hitzefest?

Fakten: Der Rekordsommer 2026

Der Sommer 2026 war nichts für schwache Nerven – oder einen schwachen Kreislauf. Immer wieder trafen massive Hitzewellen mit Temperaturen deutlich über 35 °C das Herz Europas. Was Jahre zuvor noch als “schöne Sommertage” abgetan wurde, ist dieses Jahr in neue Dimensionen gerückt.

Extreme Hitze ist kein außergewöhnliches Wetterereignis mehr. Klimamodelle zeigen deutlich, dass heiße Tage und Hitzewellen langfristig gesehen weiter zunehmen werden. Und unsere Baubranche? Die hat jetzt ein großes Problem. Vor allem haben wir alle dieses Problem: Viele unserer Gebäude und ganze Städte wurden für ganz andere Temperaturen geplant.

Wir investieren seit Jahrzehnten enorm in Wärmedämmung und Energieeffizienz beim Thema Heizen. Unsere Häuser werden immer dichter und besser gedämmt: von energetisch optimierten Fenstern mit Dreifachverglasung über die leistungsfähigsten Heizsysteme bis hin zu Türen, die sicherer vor Kälte schützen als Licht vor der Dunkelheit.

Aber sobald der Sommer kommt, führt genau das zu Problemen: Hitzestau, fehlende Belüftung, schwülwarme Luft und eine kostenlose Sauna im Dachgeschoss. Die Frage ist doch: Warum können wir Gebäude so gut gegen die Kälte schützen, sind aber gegen sommerliche Hitze so gut wie machtlos?

Tatsächlich gibt es in Deutschland eine ganze Reihe von Maßnahmen, die sich auf sommerlichen Wärmeschutz beziehen. Im Gebäudeenergiegesetz (GEG) stehen durchaus Vorgaben, um das Hitzerisiko in Gebäuden zu senken. Allerdings passen Planung, Gebäudebestand und tatsächliche klimatische Entwicklung nicht immer ganz zusammen. Manchmal liegen Welten – oder einige Jahrzehnte – dazwischen.

Die Frage ist also: Sind unsere bisherigen Konzepte beim Hitzeschutz noch ausreichend, wenn aus einzelnen heißen Tagen intensive Hitzewellen werden? Oder sollten wir uns, anstatt nur an einigen Stellschrauben zu drehen, am besten gleich völlig neue Hitzeschutzkonzepte zulegen? Genau darum geht es heute.

Historischer Kontext: Deutschland im Heizfieber

Um zu verstehen, warum wir bauen, wie wir bauen, lohnt sich ein Blick in die Vergangenheit. Deutschland hatte schon immer ein Problem: den Winter. Denn der forderte in den letzten Jahrhunderten zahlreiche Opfer, die ohne die passende Heizung schlicht erfroren sind. Das hat sich wortwörtlich eingebrannt.

Früher: Gut versorgt im Winter

Traditionell ist Deutschland für lange, kalte Winter bekannt. Viele von uns kennen diese langen Kälteperioden noch aus der Kindheit. Drei Wochen lang Schneechaos: früher ganz normal, heute eher die Ausnahme. Noch dazu kamen in den letzten Jahrzehnten die steigenden Energiepreise, verbunden mit hohen CO₂-Emissionen durch Wärmeversorgung, beispielsweise mit Kohle, Öl oder Gas.

Kein Wunder also, dass der Fokus beim energieeffizienten Bauen über Jahrzehnte auf Faktoren wie Wärmedämmung, hochwertigen Fenstern und effizienter Heiztechnik lag. Aus energetischer Sicht war das absolut sinnvoll. Es galt, möglichst wenig Wärme zu verlieren und dabei so wenig Energie wie möglich zu verbrauchen.

Heute: Das Problem im Sommer

Was Deutschland jetzt auf die Füße fällt, ist ein ganz einfaches Prinzip: Ein Gebäude unterscheidet nicht zwischen „gewollter“ und „ungewollter“ Wärme. Der Sinn hinter einer gut gedämmten Gebäudehülle ist der reduzierte Wärmeaustausch in beide Richtungen. Das ist im Winter extrem praktisch, kann aber im Sommer zum Problem werden.

Im Winter bleibt die Wärme im Inneren, was natürlich ein enormer Vorteil ist. So verbrauchen wir weniger Energie, um eine moderate Wärme in unseren vier Wänden zu erreichen. Einmal aufgewärmt, bleibt es eine ganze Weile angenehm warm.

Genau das ist im Sommer aber problematisch. Kommt einmal Wärme ins Innere, bleibt sie auch. Und heute haben wir noch ganz andere Probleme, die dazu kommen. Schließlich ist es jetzt weniger die Wärme von außen oder die Anwesenheit von mehreren Menschen, die unsere Gebäude im Inneren erwärmt.

Verantwortlich sind vor allem Computer und Monitore, oftmals starke Beleuchtung, laufende Haushaltsgeräte, Maschinen oder Server. Gerade in Bürogebäuden ergeben sich dadurch nicht selten große Wärmelasten.

Hitzeschutz: Wo ist das Problem?

Eines vorweg: Dämmung ist grundsätzlich kein Problem, im Gegenteil. Hat man eine gute Dämmung verbaut, schützt diese den Innenbereich vor der Wärme draußen. Schließlich lässt sie die Hitze gar nicht erst hinein. Die wirklichen Probleme sind andere Bauteile, beispielsweise dunkle Dächer aus Materialien, die Hitze aufnehmen, speichern und den Dachstuhl damit innerlich zum Kochen bringen.

Auch große Fensterflächen, fehlende Verschattung und eine Bauweise, die besser Wärme speichert, als sie auch wieder abzugeben, tragen zu einem enormen Wärmeeintrag bei, wenn es an mehreren Tagen nacheinander so unerträglich heiß ist. Wir erinnern uns: Wärme, die einmal im Inneren ist, bleibt auch dort.

In bisherigen Sommern hat die Natur uns mit diesem Problem enorm geholfen. Denn ein Gebäude kann tagsüber Wärme aufnehmen, sie in Bauteilen speichern und nachts an die Raumluft abgeben. Gerade Beton und Mauerwerk sind dafür bekannt, gute Wärmespeicher zu sein und Räume tagsüber kühl zu halten. Durch entsprechendes Lüften gelangt diese warme Luft nachts oder früh morgens nach außen und kühle Luft strömt ein.

Allerdings haben wir dieses Jahr zu spüren bekommen, wo uns natürliche Grenzen gesetzt werden. Sinkt die Außentemperatur nachts nicht genügend ab, sorgen solche Tropennächte dafür, dass die Temperaturen im Innenraum von Tag zu Tag ansteigen. Und nach drei oder vier Hitzetagen mit viel zu warmen Nächten machen wir einen unfreiwilligen Saunagang, der so schnell auch kein Ende findet.

Gut gedämmte Wände sind also das Eine, aber was ist mit Fenstern? Gerade bei Bürogebäuden sind Fenster die größten thermischen Schwachstellen. Im Winter geht hier Wärme verloren und im Sommer bringen Sonnenstrahlen zu viel Wärme ins Innere. Da hilft auch keine dreifache Verglasung.

Wichtig ist hier vor allem: Wohin sind die Fenster ausgerichtet? Und gibt es einen Sonnenschutz, der Sonnenstrahlen schon vor dem Glas abfängt? Denn nur so können wir verhindern, dass Hitze überhaupt erst einen Weg in unsere Häuser findet. Aber liegt das Problem mit aufgeheizten Städten wirklich nur in unseren Gebäuden?

Wärmeinseln: Hitzegefahr in Innenstädten

Warum ist es gerade in unseren Städten so heiß? Hier geht es nicht mehr nur um einzelne Gebäude, sondern um Stadtplanung ganz generell. Als die meisten unserer Städte geplant wurden, hatten wir diese extremen Probleme mit langanhaltender Hitze noch nicht. Meistens ging es eher darum, möglichst viele Menschen und Geschäfte auf wenig Fläche unterzubringen. Viele Städte sind auch ganz natürlich gewachsen oder mussten nach Zerstörungen, beispielsweise durch den Zweiten Weltkrieg, schnell und günstig wieder aufgebaut werden. Also wurde für solche Fälle wie Hitzewellen auch nicht geplant.

Unsere Städte heizen sich stärker auf als ihr Umland und kühlen nachts langsamer ab. Denn Beton, Asphalt und Fassaden speichern tagsüber Wärme. Sobald dann die Sonne untergeht und endlich etwas kühle Luft wehen sollte, gibt die Stadt die Wärme des Tages ab und heizt die eigentlich angenehme Luft unangenehm auf. Dadurch geht der nächtliche Kühlungseffekt natürlich ganz verloren. Das nennt man eine Wärmeinsel.

Dazu kommt die Versiegelung. Auf versiegelten Flächen kann Regenwasser kaum gespeichert werden und verdunsten. Unseren Städten fehlt hier ein wichtiger natürlicher Kühlungseffekt, beispielsweise durch bepflanzte Bereiche. Und wo wir gerade bei Pflanzen sind: Bäume und Grünflächen würden sengende Sonnenstrahlen abfangen, bevor sie direkt auf Straßen, große Plätze oder Gebäude treffen. Ohne diesen Verschattungs-Effekt bleibt die kühlende Wirkung der Natur aus.

Noch dazu macht dem Stadtklima die enge Bebauung Probleme. Zwischen so eng stehenden Gebäuden staut sich Wärme, die nur extrem langsam wieder den Weg nach außen findet. Klimaanlagen machen das Ganze übrigens noch dramatischer: Zwar kühlen sie die Innenräume, geben aber die entzogene Wärme nach außen ab. Hat fast jede Wohn- oder Büroeinheit in der Innenstadt eine Klimaanlage, erhöht sich die Wärmebelastung noch weiter. Schließlich kann die Hitze in der Stadt nirgendwo hin.

Weiten wir den Blick von unseren Städten noch weiter aus. Am besten direkt über Landesgrenzen hinweg. Wenn Hitze in anderen Regionen der Welt seit Jahrhunderten Gang und Gäbe ist: Wie gehen diese Länder damit um? Und vor allem: Was können wir davon lernen?

Wie andere Länder mit Hitzewellen umgehen

Im Mittelmeerraum ist Hitze absoluter Alltag – und das schon seit Jahrhunderten. Länder wie Spanien, Italien und Griechenland zeigen, dass Hitzeschutz auch ohne Hightech funktioniert. Interessant ist hier die traditionelle mediterrane Architektur: Verschattung, helle Fassaden, kleine Öffnungen, schattige Innenhöfe und Übergangsräume sorgen für angenehmes Klima, wenn die Welt draußen zu heiß ist.

Die meisten Anwesen oder Häuser sind so gebaut, dass sie über einen schattigen Innenhof verfügen. Dieser Bereich ist aber weit mehr als nur angenehmer Aufenthaltsort, er kühlt, richtig ausgerichtet, das ganze Gebäude mit. Wie das funktioniert? Die Dächer fallen alle in Richtung Innenhof ab, sodass Regen direkt dort hinein fließt. Durch üppige Bepflanzung speichern diese Bereiche Wasser und sorgen neben Verdunstungskühlung auch noch für ausreichend Schatten.

Auch die tiefen Öffnungen, in denen die Fenster liegen, sowie Fensterläden aus Holz, Arkaden, Pergolen und Dachüberstände schützen vor direkter Sonneneinstrahlung und minimieren dadurch Hitze, die über die Fassade ins Innere gelangt. Mediterrane Architektur sieht also nicht nur schön aus, sie hat sich auch im Kampf gegen langanhaltende Hitze bewährt.

Ein weiteres Land, das mit Hitzewellen vertraut ist, ist Japan. Dort ist es nicht nur die anhaltende Hitze, sondern auch noch eine hohe Luftfeuchtigkeit durch die Meereslage, die einen angepassten Baustil fordert. In traditionellen Gebäuden sind Fenster und offene Bereiche so angelegt, dass eine Querlüftung immer für angenehme Luft sorgt.

Auch die großen Dachüberstände, offene Grundrisse und überdachte Zonen zwischen Gebäuden oder Räumen sorgen für Luftbewegung und Verschattung. Wir können also festhalten, dass traditionelle Architektur mit Schatten, Luft und Zwischenräumen arbeitet, statt thermische Probleme beispielsweise durch Klimaanlagen zu lösen. Die Gebäude werden damit sozusagen selbst zur Klimaschnittstelle zwischen Innen- und Außenraum.

Deutsche Baubranche: Maßnahmen gegen Hitzewelle

Wie machen wir unsere Gebäude am besten hitzefest? Mediterrane Architektur kopieren? Nein, das wäre zu kurz gedacht. Deutschland braucht Gebäude für Sommer, Winter, die Übergänge dazwischen und bestenfalls auch Häuser, die mit Extremwetter umgehen können. Am Ende ist das, was wir brauchen, eine robuste Gebäudehülle mit flexibler Temperaturregulierung.

Wichtig ist dabei, zu verstehen, dass passive Maßnahmen immer die oberste Priorität haben. Denn sie verursachen im Betrieb des Gebäudes keine zusätzlichen Kosten oder Emissionen. Dazu gehören folgende Bestandteile der Gebäudeplanung:

  • Gebäudeorientierung
  • thermische Speichermasse durch massive Wände
  • Verschattung durch außenliegenden Sonnenschutz und Begrünung
  • natürliche Querlüftung dank geeigneter Fenster-Position
  • Beschränkung auf wirklich sinnvolle Fensterflächen
  • helle Fassaden und große Dachüberstände

Erst nach diesen Punkten sollte man über unsere geliebte Technik nachdenken. Vor allem geht es darum, mit so wenig Technik wie möglich so effizient wie möglich zu kühlen. Schließlich erzeugt auch Elektronik immer eine gewisse Abwärme. Hier wäre es gerade im Bereich Smart Home interessant, das ganze Automatisierungspotenzial, beispielsweise durch intelligentes Nachtlüften, auszuschöpfen.

Konzept: Hitzeresiliente Stadtplanung

Wichtig ist, bei der Stadtplanung die Stadt als Gesamtsystem zu betrachten. Dazu gehören neben den eigentlichen Gebäuden auch Infrastruktur wie Straßen, Plätze, Energieversorgung und der fließende Verkehr. Wie gestalten wir die Grünflächen, was ist mit den Dächern von Tiefgaragen, wenn wir keine großflächigen Parkplätze mehr wollen und wie garantieren wir, dass die Luft zwischen den Gebäuden frei zirkulieren kann?

Wir brauchen nicht einfach nur mehr Stadtbäume, die dann in einzelnen Alleen einsam aneinander gedrängt stehen. Viel wichtiger sind große zusammenhängende Grünflächen, die Regenwasser speichern können. Auf großen versiegelten Flächen brauchen wir helle Oberflächen und Schatten anstatt dunklem Asphalt, der sich aufheizt. Auch das Regenwasser muss zuverlässig abfließen können. Hier greift das Prinzip der Schwammstadt.

Neben begrünten Fassaden und Dächern können auch Frischluftschneisen helfen, den Hitzestau im Sommer zu mildern. Gebäude müssen nicht einzeln, sondern gemeinsam als ein Komplex behandelt und auch entsprechend geplant werden. Nur so können wir dafür sorgen, dass weder Hitze mit Trockenperioden noch Starkregen unsere Innenstädte lahmlegen oder – das wäre wesentlich schlimmer – über gewisse Zeitspannen hinweg nicht mehr lebenswert machen.

Fast noch wichtiger: Den Bestand hitzefest machen

Zum Glück lassen sich Neubauten vergleichsweise gut anpassen. Aber die meisten Städte stehen nun schon einige Jahrzehnte. Es gibt wunderschöne Innenstädte, in denen eine solche Anpassung nicht immer möglich ist. Außerdem dürfen wir nicht vergessen, dass niemand von uns genau weiß, was in 20 oder 30 Jahren sein wird.

Dabei stehen Gebäude, die jetzt seit Jahren zum Stadtbild gehören, auch in Jahrzehnten noch. Geplant wurden sie weder für unser heutiges Klima noch dafür, wie es in der Zukunft aussehen wird. Hier beginnt also ein Balanceakt: Was kann man im Bestand nachrüsten? Und wie weit sollte man dabei mindestens in die Zukunft denken?

Nicht bei jedem Haus mit Denkmalschutz kann man Begrünungen an Fassade oder auf dem Dach anbringen. Am besten wäre es, Hitzeschutz-Maßnahmen mit Sanierungszielen zusammenzulegen. Eine hellere Dachfarbe bei einer ohnehin anstehenden Dachsanierung hilft beispielsweise schon ein klein wenig weiter.

Fazit: Neues Hitzeschutzkonzept für Deutschland?

Letztendlich müssen wir uns von der Frage „Funktioniert das Gebäude unter den heutigen Bedingungen?“ verabschieden und weiter in die Zukunft denken. Wichtig ist, ob das geplante Gebäude auch unter Bedingungen funktioniert, die während seiner Lebensdauer mit großer Wahrscheinlichkeit auftreten werden. Und da schaut man am besten auf die Klimakarten anstatt in die historische Vergangenheit.

Um unsere Häuser und ganze Städte hitzefest zu machen, brauchen wir eigentlich kein groß angelegtes neues Konzept mehr. Hier müssen keine klugen Köpfe mehr rauchen. Viele Lösungen für lang anhaltende Hitzewellen sind weit älter als unsere Gebäudetechnik. Sie liegen in traditionellen Bauweisen, die sich in Ländern durchgesetzt haben, wo Probleme, wie wir sie heute in Deutschland haben, seit Jahrhunderten zum Alltag gehören.

Unser Ziel sollte es sein, Gebäude so zu entwerfen und aufzurüsten, dass sie möglichst wenig technische Kühlung benötigen. Bisher war die Leitfrage für energieeffizientes Bauen: Wie verhindern wir, dass Wärme im Winter aus dem Gebäude entweicht? Jetzt wird eine zweite genau so wichtig: Wie verhindern wir, dass sich ein Gebäude im Sommer überhaupt übermäßig aufheizt?

Um zukunftsfähig zu sein, müssen unsere Häuser beides können, sowohl Wärme halten als auch Hitze abwehren. Abgesehen davon geht es letztendlich nicht nur um einzelne Gebäude, sondern um hitzeresiliente Städte. Unsere Gebäude, die wir heute nutzen und planen, sollen auch in 20, 50 oder 100 Jahren noch stehen. Damit wird ein ausgereiftes Hitzeschutzkonzept zum langfristigen Planungsziel, das hoffentlich für weiterhin lebenswerte Umgebungen sorgt. Auch während intensiver Hitzewellen.


Autor

Luisa arbeitet als Copywriterin und betreut den Dlubal Blog. Dabei erstellt sie redaktionelle Inhalte, Texte und Headlines und sorgt für eine konsistente sprachliche Gestaltung der Beiträge.



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