|
Autor
|
Dóra Nagy
|
|
Universität
|
Häme University of Applied Sciences, Finnland |
Die Forschung basiert auf einem Fallstudienansatz, der ein bestehendes zweigeschossiges Wohngebäude analysiert und eine horizontale Erweiterung vorschlägt, die darauf abzielt, die Kapazität zu erhöhen und die Nutzbarkeit gemeinschaftlich genutzter Wohnbereiche zu verbessern. Die Studie umfasst die Ausarbeitung architektonischer und statischer Entwurfsvorschläge, die durch relevante Berechnungen und Modellierungswerkzeuge unterstützt werden. Im Rahmen dieser Arbeit werden drei alternative Erweiterungsstrategien entwickelt und bewertet. Jeder Ansatz ist als strukturell unabhängiges System konzipiert und hinsichtlich Tragverhalten, thermischem Verhalten, Baukosten, Umweltauswirkungen und Gesamtumsetzbarkeit bewertet.
Die Ergebnisse zeigen, dass alle drei Strategien die geforderten statischen und thermischen Leistungskriterien erfüllen, während sich in Bezug auf Flexibilität, Kosteneffizienz und Umweltauswirkungen deutliche Unterschiede feststellen lassen. Mauerwerksbau bietet eine hohe strukturelle Stabilität, jedoch nur eine geringe Anpassungsfähigkeit, während Holzbau größere Flexibilität und günstige ökologische Eigenschaften aufweist. Der modulare Ansatz zeigt das höchste Maß an Kosteneffizienz und Baugeschwindigkeit, allerdings mit eingeschränkter Anpassungsfähigkeit aufgrund seiner vorgefertigten Bauweise.
Zusammenfassend hebt die Studie hervor, dass keine einzelne Erweiterungsstrategie als universell optimal angesehen werden kann. Vielmehr hängt die Auswahl der geeignetsten Lösung von den projektspezifischen Prioritäten ab und erfordert ein Gleichgewicht zwischen architektonischen, statischen, wirtschaftlichen und ökologischen Gesichtspunkten. Die Ergebnisse zeigen, dass gut geplante Erweiterungen die räumliche Qualität und Funktionalität bestehender Wohngebäude erheblich verbessern können.