Das Bild zeigt ein konzeptionelles Design eines erdbebensicheren Gebäudes unter Verwendung fortschrittlicher Ingenieurtechniken.
Erfolgsgeschichten

RFEM als Brücke zwischen Theorie, Praxis und sicherer Erdbebenbemessung

Herausforderung

Die Erdbebenbemessung bringt mehrdimensionale physikalische Komplexitäten mit sich, die weit über Standard-Statikberechnungen hinausgehen. Sie stellt sowohl die Ingenieurausbildung als auch die Praxis vor große Herausforderungen. Für Studierende und erfahrene Ingenieure, die sich in Regelwerke wie den Eurocode 8 einarbeiten, ist das Verständnis theoretischer Konzepte – wie Eigenwerte, Massenaktivierung und Zeitverlaufsberechnungen – oft schwer greifbar, wenn sie durch unhandliche Softwaretools gebremst werden. In der Praxis wiederum kann die Abbildung dieser dynamischen Phänomene in präzisen Berechnungsmodellen für verschiedene Baumaterialien und internationale Normen wertvolle Zeit kosten – besonders bei komplizierten Benutzeroberflächen und langen Einarbeitungszeiten.

Lösung

Um diese Hürden in der Lehre und in der Projektbearbeitung zu überwinden, setzt Marius Pinkawa in seinen Workflows voll auf das Finite-Elemente-Programm RFEM von Dlubal Software sowie dessen hochentwickelte Add-Ons für die dynamische Analyse. RFEM dient als zentrale Plattform, auf der Anwender nahtlos von der geometrischen Modellierung zu anspruchsvollen Modal- und Antwortspektrenverfahren übergehen. Die übersichtliche und klar strukturierte Benutzeroberfläche macht die Dynamik greifbar. Sie ermöglicht es Ingenieuren, schnell realitätsnahe Berechnungsmodelle zu entwickeln, komplexe Erdbebenlasten zu simulieren und die Standsicherheit präzise nachzuweisen, ohne von einer komplizierten Bedienung abgelenkt zu werden.

Vorteile

  • Intuitive Benutzeroberfläche: Die klare und logische Struktur senkt die Einstiegshürde für Studierende und Berufseinsteiger enorm. So bleibt der Fokus voll auf der Ingenieurlogik und den Ergebnissen, anstatt auf der Suche nach Menüfunktionen.
  • Umfangreiche Dynamik-Funktionen: Die Software deckt das gesamte Spektrum der Erdbebenberechnung effizient ab – von der grundlegenden Eigenwertanalyse über das modale Antwortspektrenverfahren bis hin zu komplexen Zeitverlaufsberechnungen.
  • Materialübergreifendes Arbeiten: Ingenieure modellieren, analysieren und bemessen Mischbauweisen in einer einzigen, konsistenten Umgebung – ganz gleich, ob es sich um Projekte aus Stahl, Beton, Holz o. ä. handelt.
  • Schnelle Plausibilitätskontrollen: Die Plattform eignet sich nicht nur für tiefgehende Berechnungen, sondern ideal auch für die schnelle Durchführung kleinerer Kontrollrechnungen zur Validierung externer Statiken.

Die Brücke zwischen Theorie und Praxis an der RWTH Aachen

In seiner spezialisierten Lehrveranstaltung zum Erdbebeningenieurwesen an der RWTH Aachen nutzt Dipl.-Ing. Marius Pinkawa RFEM, um die oft trockene Erdbebentheorie in eine greifbare, praxisnahe Erfahrung zu verwandeln. Die Studierenden erlernen genau die Workflows, die sie auch beim Berufseinstieg erwarten: Sie erstellen detaillierte Gebäudemodelle, weisen dynamische Massen zu und ermitteln die maßgebenden Eigenfrequenzen.

Dank der schnellen Einarbeitungszeit erweist sich die Software als echter Beschleuniger im Studium. Anstatt wertvolle Vorlesungszeit mit dem Verstehen einer komplizierten Softwareoberfläche zu verlieren, steigen die Studierenden direkt in fortgeschrittene Berechnungen wie Modalanalysen ein. Durch dieses direkte, praxisnahe Arbeiten entwickeln die angehenden Tragwerksplaner ein tiefes, intuitives Verständnis für das Verhalten von Gebäuden im Erdbebenfall – und bringen damit wertvolles, direkt einsetzbares Wissen mit in die Unternehmen.

Effiziente internationale Beratung und optimale Abstimmung mit Kunden

Als beratender Ingenieur für grenzüberschreitende Bauprojekte nutzt Marius Pinkawa die internationalen Funktionen von RFEM, um seine Kunden sicher durch die verschiedenen lokalen Erdbebenrichtlinien zu führen. Die im Programm integrierten, weltweiten Normenbibliotheken machen die normenkonforme Nachweisführung im Ausland effizient und transparent.

Ein unschätzbarer Vorteil bei Auslandsprojekten ist das Online-Geo-Zonen-Tool von Dlubal, mit dem sich standortspezifische Erdbeben-, Wind- und Schneelasten einfach ermitteln lassen. Da Dlubal Software in der Branche als Marktführer etabliert ist, arbeitet auch ein Großteil der Kunden von Erdbeben Ingenieur mit derselben Softwarelösung. Diese technologische Übereinstimmung vereinfacht die Zusammenarbeit als beratender Ingenieur erheblich: Modelle können nahtlos ausgetauscht, Berechnungen transparent geprüft und Projektfreigaben deutlich beschleunigt werden.